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Was ist ein Triggerpunkt?

Triggerpunkte sind knötchenförmige Verhärtungen in der Muskulatur, die durch Über- oder Fehlbelastung, Haltungsstörungen, Verspannungen oder zugrundeliegende andere Erkrankungen (z.B. einen Bandscheibenvorfall) entstehen. Sie können an allen Muskeln des Körpers auftreten, sind jedoch besonders häufig im Nacken, am Kiefer, an der Schulter, im Gesäß und an den Waden zu finden.

Triggerpunkte können ausstrahlende Schmerzen auslösen (“triggern”). So können z.B. Triggerpunkte am Nacken Kopfschmerzen/Migräne auslösen, Triggerpunkte im mittleren Gesäßmuskel “Ischias”-ähnliche Schmerzen, die bis ins Bein ausstrahlen. Triggerpunkte im Arm für die Entstehung eines Karpaltunnelsyndroms, Schulterschmerzen oder "Tennisarm" und Triggerpunkte am Rücken zu akuten Rückenschmerzen (Hexenschuss) oder Hüftschmerzen führen.

Wie wird ein Triggerpunkt behandelt?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Triggerpunkttherapie.

♦ Manuelle Kompression des Triggerpunktes und evt. zusätzlich:

  • Ein-Nadel-Akupunktur / Triggerpunktakupunktur (Dry Needeling): Dabei wird der Triggerpunkt mit einer Akupunkturnadel angestochen und stark gereizt, bis der Patient einen ausstrahlenden Schmerz verspürt. Meistens wird die Nadel dann sofort entfernt. Die Triggerpunktakupunktur ist auch in Kombination mit einer traditionell chinesischen Akupunktur möglich.
  • Kinesiologisches Tape: Es handelt sich um eine Behandlung mit elastischen Tape-Verbänden, die helfen können, einen Triggerpunkt zu lösen bzw. einen Muskel zu dehnen.
  • Dehnung: Unterstützend zur Triggerpunkttherapie sind Dehnübungen hilfreich, um den in der Regel verspannten Muskel zu lockern.
  • Ausgleich einer Fehlhaltung oder -belastung: Häufig ist eine Fehlhaltung oder -belastung Ursache für einen Triggerpunkt. Deshalb sollte nach Haltungsstörungen gesucht und durch geeignete Maßnahmen Abhilfe geschaffen werden.
  • Faszientherapie hilft Verspannungen in den Muskeln zu reduzieren.

Dauer einer Triggerpuntkbehandlung:

Bei akuten Beschwerden (Tage bis wenige Wochen) kann öfters eine einzige Behandlung bzw. eine kurze Serie von 2-4 Sitzungen eine Ausheilung bewirken. Bei länger anhaltenden oder chronischen Symptomen (Wochen bis Monate oder Jahre) ist in der Regel eine längere Serie (6-15 Behandlungen) nötig.

 
 

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